Lims
Die eingeführte Bezeichnung LIMS steht für Labor - Informations - Management - System. Allerdings exitiert keine genaue Definition für LIMS, da diese von dem jeweiligen Blickwinkel abhängig ist. Entscheidende Faktoren für eine genaue Festlegung des Begriffs sind hier der spezielle Einsatz im Labor und die genaue Art der Nutzung. LIMS sind somit nur zu einem gewissen Punkt standardisiert, besitzen aber sehr unterschiedliche und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten.
Ob für das LIMS die Wahl einer Standard- oder Individuallösung ratsam ist, hängt vom spezifischen Einsatzgebiet und den Anforderungen durch das Umfeld ab. In technischer Hinsicht sind LIMS Softwaresysteme, welche sich mit der Verarbeitung von Daten in medizinischen, chemischen, physikalischen oder biologischen Laboren beschäftigen. Diese Labore unterscheiden sich je nach ihrem Forschungsgebiet in der Regel sehr stark in Punkten der Aufgaben, Arbeitsabläufen und dem Datenmanagement. LIMS soll als ein unterstützendes EDV-System die Arbeitsprozesse in solchen Laboren verbessern, indem sie organisatorische Abläufe standardisieren und beschleunigen, sowie die Erfassung, das Verwalten und das Auswerten der im Forschungsprozess gesammelten Daten zu managen.
Zu diesem Zweck beinhaltet das System konkrete, vorgefertigte und branchenübergreifende Ablaufstrukturen zur Unterstützung der Datenverarbeitung im Labor. Aus dem EDV-Blickwinkel benötigt LIMS eine Technik mit hohen Kapazitäten, um die Datenauswertung und die Arbeitsabläufe im Labor effizient unterstützen zu können. Die LIMS-Software läuft über einen Datenbankserver, auf dem sich auch die Datenbank des Systems befindet. Die häufigst verwendeten Serversysteme sind UNIX oder Windows 2000, wobei die lokalen Arbeitsplätze im Labor über ein lokales Netzwerk miteinander verbunden werden. LIMS ist normalerweise als ein Client-Server-Programm konzipiert, bei dem die Anwendung und die Datenbank über ein Netzwerk miteinander in Verbindung stehen.

