Lizenzmanagement
Unter Lizenzmanagement versteht man alle Prozesse, die in einem Unternehmen eingesetzt werden, um den effizienten und legalen Umgang mit urheberrechtlich geschützter Software abzusichern. Der Einfluss des Software-Lizenzmanagement erstreckt sich auf das gesamte Unternehmen, von der Beschaffung bis zum Management. Unternehmen erwerben in der Regel Lizenzen für eine Software im Rahmen von Lizenzverträgen und können dann die Software adäquat zur Anzahl der gekauften Lizenzen installieren.
Bei Einzelunternehmen oder Kleinunternehmen mit wenigen oder sogar nur einem Arbeitsplatz stellt dies kein großes Problem dar, allerdings kann es in großen Unternehmen wie Konzernen sehr komplex werden. Die sogenannte Lizenzmetrik misst alle Faktoren, die für ein ausreichendes Lizenzmanagement benötigt werden. Hierzu gehören die Anzahl der Installationen, Anwender und Prozessoren. Die Lizenzgeber bieten hierzu teilweise unterschiedliche Angebote für eine Software an. Dies stellt für den Lizenznehmer in der Regel eine erhebliche Erleichterung dar.
Das Lizenzmanagement wird in drei Stufen durchgeführt. In der ersten Stufe erfasst man die Anzahl der Installationen, danach die Anzahl der vorhandenen Lizenzen. Abschliessend wird der sogenannte Compliance-Check durchgeführt, wobei die Anzahl der installierten Versionen mit der Anzahl der vorhanden Lizenzen abgeglichen wird. Das Ergebnis des Compliance-Checks ist die sogenannte Lizenzbilanz. Hierbei kann es sich um eine Lizenzunterdeckung oder eine Lizenzüberdeckung handeln, woraus sich erneut Problemstellungen ergeben. Zum einen ist es wichtig eine wirtschaftliche Bedarfsplanung durchzuführen. Befindet sich das Unternehmen in einer Expansionsphase ist eine Lizenzüberdeckung kein Problem.
Eine Lizenzunterdeckung auf der anderen Seite, kann jedoch schnell zu einem unberechenbaren Risikofaktor werden. Auf Grund des Urheberrechts wird ein Unternehmen schnell mit wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken konfrontiert.
Der Nutzen des Lizenzmanagement liegt wie bereits zuvor erläutert in der Risikominimierung aus rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht, aber auch in der Bedarfsplanungsoptimierung. Des weiteren ist auch der steuerliche Aspekt nicht zu vernachlässigen, denn nicht aus dem Anlagevermögen ausgebuchte Software wird weiterhin als Vermögen geführt und verursacht eine höhere steuerliche Belastung.

